16.12.2016 15:30

Klimaschutz in Düsseldorf

Category: Bauszene

Kommunales Förderprogramm belohnt den Einsatz umweltfreundlicher Dämmstoffe

An allen diesen Bauteilen fördert die Stadt Düsseldorf Klimaschutzmaßnahmen. (Grafik: Stadt Düsseldorf)

Für etwa 55.000 Wohngebäude in Düsseldorf besteht ein Sanierungsbedarf. Durchschnittlich werden 78 Prozent des Energieeinsatzes in einem Haushalt für das Heizen benötigt. Dieser Verbrauch kann nachhaltig zum Beispiel durch eine bessere Dämmung der Außenwände, gut isolierende Fenster oder eine effiziente Heizung gesenkt werden. Die Stadt möchte seine Bürger mit dem Förderprogramm unterstützen, ihre Nebenkosten zu senken und einen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. So wurde das Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen in Düsseldorf" erstmals am 11.12.2008 im Rat der Landeshauptstadt beschlossen. Die aktuelle Richtlinie (8. Auflage) ist zum 01.08.2016 in Kraft getreten und kann auch für gewerbliche Räume in Wohngebäuden genutzt werden.

Seither fördert die Stadt Düsseldorf diverse Maßnahmen privater Hausbesitzer zum Klimaschutz, vornehmlich im Altbau, aber auch im ambitionierten Neubaubereich. Hier geht es vornehmlich um Wärmedämmmaßnahmen aller Art, Passivhausbauten, Solarenergie und umweltfreundliche Heizungs- und Lüftungstechnik, aber auch um die Einrichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder andere innovative Ansätze zum Klimaschutz im Gebäudebereich. Neu an diesem Förderprogramm sind die Materialvorgaben des federführenden Umweltamtes: So sind eine ganze Reihe umweltschädlicher Materialien von der Förderung ausgeschlossen, zum anderen erhalten im Dämmstoffbereich umweltfreundliche Baustoffe eine höhere Förderung. Als umweltfreundlich sind Dämmstoffe definiert, welche mit dem "Blauen Engel" oder mit dem natureplus-Qualitätszeichen ausgezeichnet sind.

Bei der Förderhöhe wird stark danach differenziert, wo die Dämmstoffe zum Einsatz kommen - also in der Fassade, im Dach oder der obersten Geschossdecke - und ob sie der Baustoffklasse A1/A2 (nicht brennbar) oder B1/B2 (schwer entflammbar) zuzuordnen sind. Nicht brennbare (mineralische) Dämmstoffe werden regelmäßig höher bezuschusst. Für die einzelnen Bauteile müssen vorgegebene U-Werte erreicht werden. Die Zuschüsse betragen für umweltfreundliche Produkte z.B. 30 €/m² (A1/A2) bzw. 15 €/m² (B1/B2) im Fassadenbereich und 15 €/m² (A1/A2) bzw. 10 €/m² (B1/B2) im Dach. Für Flachdächer, Keller und oberste Geschossdecken gelten abweichende Fördersätze.

Der Wortlaut der Richtlinie "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" ist unter folgendem Link abzurufen:


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